Ausdrucksstarke Schätze der gotischen Steinbildhauerkunst

Im Juni des vergangenen Jahres berichteten wir an dieser Stelle bereits über den spektakulären Abbau und den Transport einiger der sandsteinernen Figuren des berühmten Triangelportals am Erfurter Mariendom. Nun werden diese professionell restauriert und konserviert, wofür sie ein zeitweiliges Refugium in den Werkstatthallen von Nüthen Restaurierungen gefunden haben.

Die Skulpturen, die sonst die Seitennischen und das Tympanon des westlichen Hauptportals des Erfurter Mariendoms zieren (das so genannte Jungfrauenportal), waren aufgrund ihrer exponierten Lage stets extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Diese hinterließen ihre Spuren in Form von einer hohen Schadsalzbelastung, Rissen, Schalenbildung, Abbrüchen und Absandungen. Darüber hinaus sind von der ursprünglichen Farbfassung nur noch wenige Reste erhalten, die es nun zu erhalten gilt. Die Überbleibsel früherer Sanierungsmaßnahmen, im 19. Und 20. Jahrhundert, wie korrodierte Eisenbewehrungen und Mörtelantragungen, müssen dagegen überarbeitet oder vollständig ersetzt werden. Insgesamt stellt dies eine restauratorische Mammutaufgabe dar, die ein enormes Maß an Feinfühligkeit, Akribie und Sachverstand voraussetzt. Sich diesem komplexen Anforderungsprofil zu stellen, ist den beteiligten Fachrestauratoren am Stammsitz der Firma Nüthen Ansporn und Ehre zugleich.

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